Stell dir vor, jemand betritt das Bootshaus, möchte eine Fahrt eintragen – und braucht dafür unter einer Minute. Ohne Frust, ohne Tippfehler, ohne "wie ging das nochmal?". Genau dafür ist das Fahrtenbuch gebaut.
Zwei Ansichten – für unterschiedliche Vorlieben
Eines ist im Vereinsalltag schnell klar: Manche Mitglieder kennen ihr altes Fahrtenbuch in- und auswendig und wollen nicht alles neu lernen. Andere – gerade jüngere Mitglieder oder Gäste – sind eine moderne Bedienung gewohnt und finden sich besser zurecht, wenn das Layout so aussieht wie aktuelle Apps. Beide Gruppen haben recht.
Deshalb gibt es das Fahrtenbuch in zwei Varianten:
- Klassische Ansicht – Aufbau und Bedienlogik orientieren sich an dem, was viele Vereine seit Jahren kennen. Wer auf das alte System geprägt ist, fühlt sich sofort zuhause.
- Neue Ansicht – moderner, aufgeräumter, mit großen Knöpfen und klaren Wegen. Speziell so gestaltet, dass auch neue Mitglieder oder Gelegenheitspaddler ohne Erklärung zurechtkommen.
Umschalten geht in den Einstellungen mit einem Klick – einmal entscheidet ihr fürs Bootshaus, jedes Mitglied kann für seinen eigenen Zugang wählen, was es lieber mag. Beide Ansichten arbeiten auf derselben Datenbasis. Wer wechselt, verliert nichts.
So fühlt sich die neue Ansicht an
Wer ins Bootshaus kommt, sieht auf einen Blick, was im Verein los ist. Links die Bootsliste mit klaren Farben: grün für verfügbar, blau für gerade unterwegs, gelb für reserviert, rot bei Schadensmeldung. Du suchst dir dein Boot aus, tippst drauf – und der Rest geht fast von allein.
In der Mitte sind die großen Knöpfe, die jeder kennt: Neue Fahrt, Einer Fahrt anschließen, Boot reservieren, Fahrt nachtragen. Drei davon sind die häufigsten Aktionen im Vereinsalltag. Sie sollen schnell gehen, und sie tun es.
Auf der rechten Seite zeigt das System, wer gerade auf dem Wasser ist, welche Boote zurückerwartet werden, welche Schäden offen sind – und wenn du willst, was das Wetter draußen macht. Pegel, Wind, Wassertemperatur. Alles im Blick, alles aktuell.
Vier Klicks bis zur Fahrt
Eine neue Fahrt einzutragen, sollte nicht länger dauern als das Boot aus der Halle zu holen. In KanuHub funktioniert das so:
- Boot anklicken.
- Mitglieder auswählen, die mitfahren. (Listen, keine Tippfelder.)
- Strecke wählen und ungefähre Rückkehr eintragen.
- Bestätigen. Fertig.
Beim Zurückkommen drückst du auf Fahrt beenden – das System rechnet die Zeit aus, fragt nach gefahrenen Kilometern (falls die Strecke keine feste Distanz hat), und schließt die Fahrt ab. Wenn unterwegs etwas am Boot kaputt gegangen ist, hängst du eine Schadensmeldung dran. Eine Minute, und alles ist im System.
Warum vier Klicks und nicht zwei? Damit die Fahrt korrekt ist. Wer mitfährt, ist wichtig für die Statistik. Welche Strecke, ist wichtig für die Saison-Auswertung. Aber alles, was du anklickst, kommt aus einer Liste – nichts musst du tippen, nichts kann verloren gehen.
Kleine Neuerungen, die im Alltag den Unterschied machen
Beim Bauen sind immer wieder Situationen aufgefallen, die im Vereinsalltag praktisch dazugehören – und für die es bislang oft keine elegante Lösung gab. Drei Beispiele:
Mehr Personen ins Boot, als Sitze da sind
Wer schon mal mit der Vereinsjugend unterwegs war, kennt das: Im Kanadier sitzen oft zwei Kinder nebeneinander auf einem Sitz – aus einem Vierer wird so ein Boot mit sechs oder sieben Mitfahrern. Oder eine Familie nimmt zum Vierer-Kanadier noch ein drittes Kind mit, das auf dem Boden oder einem Schoß sitzt. Eigentlich nicht so vorgesehen – aber im Vereinsalltag völlig normal. Bislang musste man solche Fahrten improvisieren – Personen aufteilen, nachträglich anhängen oder gar nicht erst sauber dokumentieren.
Im neuen Fahrtenbuch gibt es einen kleinen +-Knopf: Ein Klick, und eine weitere Person kommt mit ins Boot. Beliebig oft. Die Crew bleibt fürs Boot vollständig dokumentiert, jeder bekommt die Kilometer auf die persönliche Statistik. Ohne Workarounds, ohne nachträgliches Korrigieren.
Und das ist mehr als eine Statistik-Frage: Im Schadensfall muss nachvollziehbar sein, wer tatsächlich im Boot saß. Für die Vereins-Haftpflicht, für die Unfallversicherung, für die Aufsichtspflicht bei Jugendfahrten. Wenn ein Boot mit sechs Kindern unterwegs war und in der Liste nur vier stehen, wird es im Ernstfall unangenehm. Mit dem +-Knopf bleibt jede Fahrt sauber dokumentiert, so wie sie wirklich stattgefunden hat.
Lieblings-Strecken als Vorschlag
Die meisten Mitglieder fahren immer dieselben drei, vier Strecken. Die Hausrunde, die Runde zur Insel, ab und zu eine längere Tour. Warum sollst du jedes Mal durch eine lange Liste scrollen? Beim Fahrt-Beenden zeigt das System deine zuletzt gefahrenen Strecken ganz oben an – als Favoriten. Ein Klick, und die Strecke ist gewählt. Wer mal was anderes will, scrollt weiter. Aber für die 90 Prozent Alltag spart das spürbar Zeit.
Gemeinsame Ausfahrten – einer beendet für alle
Ein klassischer Vereinsabend: Drei Boote fahren zusammen los, paddeln gemeinsam zur Insel und zurück, sind zur selben Zeit wieder am Steg. Wer das in den meisten Systemen sauber dokumentieren möchte, klickt dreimal durch denselben Beenden-Vorgang – drei Mal dieselbe Strecke, drei Mal die Frage "warst du dabei?".
In KanuHub lassen sich Boote zu einer gemeinsamen Ausfahrt verknüpfen. Eine Person beendet stellvertretend für alle, die zusammen unterwegs waren – mit einem Klick sind alle Fahrten abgeschlossen, Crews mit eingerechnet, Strecken zugeordnet. Sollte ein Boot noch weiterpaddeln wollen, lässt sich das einzeln aus der Gruppe nehmen. Das System ist flexibel genug für die Realität auf dem Wasser.
RFID-Schnellstart: Karte ran, ab aufs Wasser
Wer kennt das nicht – das Bootshaus-Tablet ist gerade in Benutzung, und du willst eigentlich nur schnell ins Boot. Genau dafür gibt es den optionalen RFID-Schnellstart. Jedes Mitglied bekommt eine kleine Karte oder einen Anhänger, auf dem die eigene Mitgliedsnummer und das bevorzugte Boot vermerkt sind. Karte kurz an den Leser am Bootshaus-Eingang halten – und die Fahrt ist gestartet. Kein Warten, kein Tippen, kein Anstehen am PC.
Das Ganze ist eine freiwillige Erweiterung: Wer keinen RFID-Leser installiert, kommt mit dem normalen Login am Bootshaus-PC genauso gut zurecht. Vereine, bei denen es zu Stoßzeiten immer wieder Stau am Eingabe-PC gibt, sparen damit aber spürbar Nerven.
Der Mitgliederbereich – mehr als eine Statistik
Damit Fahrten sauber zugeordnet sind – für die Statistik, die Versicherung und die Aufsichtspflicht – meldet sich jedes Mitglied am System an, bevor es eine Fahrt einträgt oder seine eigene Bilanz anschaut.
Login mit E-Mail und Passwort
Beim Anlegen eines neuen Mitglieds vergibt der Vorstand ein Start-Passwort und gibt es weiter. Nach dem ersten Login kann jedes Mitglied dieses Passwort jederzeit selbst ändern.
Passwort vergessen?
Hier hängt es davon ab, ob ihr KanuHub mit oder ohne die REDAXO-Anbindung an eure Vereinswebsite betreibt:
- Mit REDAXO-Anbindung: Mitglieder können sich ein neues Passwort über die Vereinswebsite selbst zuschicken lassen – derselbe Weg, den sie für den Login auf der Website ohnehin kennen. Vorstand muss nicht eingreifen.
- Ohne REDAXO-Anbindung: Hat ein Mitglied sein Passwort vergessen, setzt jemand aus dem Vorstand es im Admin-Bereich zurück und vergibt ein neues Start-Passwort. Klassisch, aber funktionstüchtig.
Drinnen findet jedes Mitglied:
Die eigene Saison-Bilanz
Gesamtkilometer, Anzahl Fahrten, durchschnittliche Strecke pro Fahrt und der eigene Rang in der Vereins-Saison – jeweils mit Vergleich zum Vorjahr.
Errungenschaften (Badges)
Kleine Auszeichnungen, die nach jeder Fahrt automatisch geprüft und vergeben werden. Wer einen neuen Badge bekommen hat, sieht ihn direkt nach der Rückkehr. Die Badges sind in mehrere Kategorien aufgeteilt:
- Distanz – 1 km, 10 km, 50 km, 100 km, bis hinauf zu 2.000 Kilometern in einer Saison.
- Fahrten – Erste Ausfahrt, 5, 10, 50, 100 Fahrten.
- Jahreszeiten – im Frühling, Sommer, Herbst und Winter gepaddelt. Wer alle vier schafft, bekommt eine extra Auszeichnung.
- Bootstypen – Seekajak, Rennkajak, Surfski, Canadier, SUP, Outrigger und mehr. Wer Vielseitigkeit beweist, sieht das hier.
- Gemeinsam erleben – Gruppenfahrten, Terminen beigetreten, Wanderfahrten mitgemacht.
- Mitgliedschaft – 3 Saisonen dabei, 5 oder mehr Saisonen dabei.
- Spezial – Frühaufsteher (vor 7:00 Uhr auf dem Wasser) oder Nachteule (nach 20:00 Uhr).
Welche Badges es bei euch geben soll, entscheidet ihr selbst. Eigene Auszeichnungen lassen sich anlegen – passend zur Vereinskultur.
Die Vereinsrangliste
Wer hat in dieser Saison wie viel gemacht. Jedes Mitglied entscheidet selbst, ob die eigene Leistung in der Liste auftauchen soll.
Die eigenen Fahrten – und die letzten drei zum Korrigieren
Komplette persönliche Fahrtenhistorie, filterbar nach Saison. Die letzten drei Fahrten lassen sich direkt aus dem Mitgliederbereich heraus nachträglich bearbeiten – etwa wenn jemand die Distanz korrigieren oder eine Bemerkung ergänzen will. Ältere Fahrten kann der Vorstand auf Anfrage anpassen. Das schützt vor Manipulation, gibt aber genug Spielraum für ehrliche Korrekturen im Alltag.
Eigene Boote selbst verwalten
Wer ein Privatboot im Verein eingestellt hat, pflegt die Daten ab sofort selbst: Name, Typ, Sitzplätze, Beschreibung – und auch die Seriennummer. Letzteres ist mehr als eine Formalität. Wer sich die Nummer im Alltag aufschreibt, ist die Ausnahme. Sie steht irgendwo am Boot, meistens hinter dem Sitz, auf einem Aufkleber oder eingestanzt. Solange das Boot da ist, kein Problem. Aber genau in dem Moment, in dem man die Nummer wirklich braucht – nach einem Diebstahl, bei einem Versicherungsfall, beim Verkauf – ist sie meistens nicht mehr greifbar. Wer sie einmal beim Anlegen des Bootseintrags hinterlegt, hat sie für immer im System. Auch dann, wenn das Boot selbst es nicht mehr ist.
Arbeitsdienst
Eigene Stunden eintragen, eigene Bilanz sehen. Endlich nicht mehr in einer Excel-Tabelle, die jemand händisch pflegt.
E-Mail-Benachrichtigungen – auf Wunsch
Wer möchte, lässt sich über die eigenen Fahrten per E-Mail informieren – ohne sich extra einloggen zu müssen. Zwei Varianten stehen zur Auswahl:
- Nach jeder Fahrt – kurze Zusammenfassung: heutige Kilometer, aktuelle Position in der Jahresrangliste, Vergleich zum Rest des Vereins.
- Sonntag-Wochenrückblick – gesammelte Bilanz der vergangenen Woche, aber nur, wenn man tatsächlich aktiv war.
Beide Optionen lassen sich unabhängig voneinander an- oder ausschalten. Wer keine Mails will, bekommt auch keine.
Was der Vorstand zusätzlich kann
Der Admin-Bereich ist mit einem zweiten Passwort geschützt – damit nicht jeder, der gerade am Bootshaus-PC sitzt, dort einfach reinmarschiert. Dort verwaltet der Vorstand:
- Mitglieder anlegen, deaktivieren, importieren
- Boote, deren Steckbriefe und Zuordnungen zu Trackern
- Bootsplätze – wer hat welchen Liegeplatz oder welche Regalnummer in der Halle? Das war früher oft eine handgeschriebene Liste, die niemand außer dem Bootswart kannte. Jetzt steht es im System, und wer Vorstand ist, sieht auf einen Klick, welches Boot wo liegt.
- Strecken und Gewässer
- Bootsschäden bearbeiten und schließen
- Reservierungs-Regeln (Vorlauf, automatische Freigabe)
- Wetter- und Pegel-Konfiguration
- Backups und Daten-Import
Bootsleichen erkennen, Plätze freibekommen
Jeder Verein kennt das Problem: Privatboote, die seit drei Jahren nicht mehr bewegt wurden. Das Mitglied ist passiv, ausgetreten oder einfach nicht mehr aktiv – aber das Boot blockiert weiter einen Lagerplatz, den neue Mitglieder dringend bräuchten.
Der Vorstand sieht im Admin-Bereich auf einen Blick, wann jedes Boot zuletzt auf dem Wasser war. Dazu gibt es eine Übersicht, welche Boote noch passiven oder ausgetretenen Mitgliedern gehören. So lässt sich gezielt nachfragen – und Plätze werden frei, ohne dass jemand monatelang durch die Halle laufen und Listen führen muss.
Arbeitsdienst zentral verwalten
Beim Arbeitsdienst zeigt sich der Unterschied zur alten Excel-Welt besonders deutlich. Statt nach jedem Putztag handschriftliche Listen in eine Tabelle zu übertragen, erfasst der Vorstand die geleisteten Stunden direkt im Admin-Bereich – und kann dabei mehrere Personen auf einmal eintragen. Frühjahrsputz mit zwölf Helfern? Ein Eintrag, zwölf Mitglieder ausgewählt, Datum und Stunden gesetzt – fertig. Jeder sieht seine eigenen Stunden sofort in der persönlichen Bilanz.
Dazu kommt die Auswertungs-Sicht: Wer hat seine Soll-Stunden schon erfüllt? Wer steht noch aus? Welche Aktionen waren besonders gut besucht, welche kaum? Filter nach Mitgliedsgruppe, nach Saison, nach Aktion. Das macht es einfach, am Saisonende fair und transparent abzurechnen – und ersetzt diskussionsfreudige Gespräche darüber, wer denn nun wirklich da war und wer nicht.
Auch der Admin-Bereich ist bewusst aufgeräumt gehalten: klare Listen, einfache Formulare, und für jeden Vorgang nur die Felder, die wirklich nötig sind. Keine endlosen Menüs, kein "wozu ist das schon wieder?".
Reservierungen, die funktionieren
Boote reservieren ist in vielen Vereinen so eine Sache. Es gibt eine Liste am Bootshaus. Oder eine Tabelle. Oder einen Zettel im Kasten. Manche stehen drauf, manche nicht. Manche sind durchgestrichen, manche überschrieben.
In KanuHub ist das anders gelöst: Du wählst das Boot, gibst Datum und Zeitraum ein, schreibst kurz dazu wofür – fertig. Brauchst du das Boot regelmäßig (zum Beispiel jeden Dienstag zum Training), legst du eine wöchentliche Reservierung an. Auf Wunsch zeitlich begrenzt: "Jeden Dienstag bis Saisonende". Wer dann beim Fahrtenbuch das Boot startet, kriegt einen Hinweis, falls eine Reservierung kollidiert.
Reservierung mit Augenmaß
Kennst du das Phänomen? Ein paar Mitglieder reservieren ihr Lieblings- Boot für jeden Mittwochabend – ein halbes Jahr im Voraus. Und kommen dann doch nicht. Das Boot wäre frei gewesen, andere hätten gerne damit rausfahren können.
Dagegen gibt es zwei Stellschrauben, die der Vorstand vereinsweit setzt:
- Maximaler Vorlauf: Wie weit in die Zukunft darf reserviert werden? Zwei Wochen? Einen Monat? Die ganze Saison? Ihr legt fest, was sinnvoll ist.
- Automatische Freigabe bei Nichtnutzung: Wer reserviert und nicht erscheint, blockiert das Boot nur 30 Minuten ab dem geplanten Start. Danach wandert es zurück in den Frei-Status, andere können losfahren. Das Boot steht nicht mehr stundenlang ungenutzt herum, nur weil jemand verhindert ist.
Beide Werte sind konfigurierbar. So bleibt Reservierung fair: für die Person, die plant, und für die, die spontan paddeln möchte.
Schadensmeldungen ohne Zettelwirtschaft
Schäden an Vereinsbooten werden in vielen Vereinen mündlich oder per Zettel gemeldet – und gehen dabei gelegentlich unter. In KanuHub wird beim Beenden einer Fahrt einfach gefragt: "Alles in Ordnung?" Falls nicht, gibt es drei Stufen – voll nutzbar, eingeschränkt nutzbar, nicht nutzbar. Eine kurze Beschreibung, fertig.
Sofort wird das Boot in der Liste entsprechend markiert. Wer als Nächste:r kommt, sieht es. Der Bootswart bekommt eine Mail. Sobald der Schaden behoben ist, wird er als erledigt markiert – und das Boot ist wieder grün. Nichts geht verloren, keine Diskussionen mehr.
Statistik mit echter Aussagekraft
Die Vereins-Statistik gibt es in zwei Varianten: für dich persönlich und für den ganzen Verein. Persönlich siehst du deine Gesamtkilometer, die Anzahl Fahrten, die Durchschnittsstrecke und deinen Rang – jeweils mit Vergleich zum Vorjahr. Vereinsweit gibt es eine Rangliste der Saison und einen Saison-Rückblick über die zurückliegenden Jahre.
Und das Wichtige: du entscheidest selbst, ob deine Daten in der Vereinsrangliste auftauchen. Manche wollen das, manche nicht. Beide Wege sind richtig – das System respektiert die Entscheidung jeder einzelnen Person.
Die Statistik kannst du übrigens überall einsehen, wo du gerade bist: im Bootshaus direkt am PC, zuhause über die Vereinswebsite (falls ihr das Plugin nutzt), unterwegs in der App. Du musst nicht ans Bootshaus fahren, um deine Saison-Bilanz zu sehen.
Wichtig: Wer am Bootshaus-PC nur eine Fahrt einträgt, ohne sich anzumelden, sieht keine persönlichen Daten anderer Mitglieder. Erst nach dem Login werden Statistik und Rangliste sichtbar. So bleibt das Vereins-Display öffentlich nutzbar, ohne dass Datenschutz darunter leidet.
Anschluss ans DKV-Fahrtenbuch (Deutscher Kanu-Verband)
Wer Mitglied im Deutschen Kanu-Verband ist, kennt das zentrale elektronische Fahrtenbuch des DKV – kurz eFB. Dort werden Vereinsleistungen für die jährliche Wertung erfasst, und viele Vereine müssen ihre Fahrten am Jahresende dorthin übertragen.
Bei den meisten Vereinen ist das eine ungeliebte Pflichtaufgabe: Eine Person sitzt am Saisonende stundenlang da und tippt mühsam Fahrten nach. Das geht besser.
Das KanuHub-Fahrtenbuch hat eine direkte eFB-Schnittstelle eingebaut. Die kompletten Fahrtdaten lassen sich automatisch ans DKV übertragen – wahlweise nach jedem Eintrag, einmal die Woche oder einmal im Jahr per Knopfdruck. Was bislang Tage gedauert hat, ist in wenigen Minuten erledigt.
Für Vereine außerhalb des Deutschen Kanu-Verbands ist diese Funktion einfach inaktiv. Wer sie nicht braucht, wird nicht damit belästigt.
Was läuft im Hintergrund?
Im Prinzip ist das Fahrtenbuch eine ganz normale Webseite. Sie liegt
bei einem Web-Hoster, ihr ruft sie über eine Adresse auf wie
fahrtenbuch.kanuhub.de, und sie funktioniert in jedem
Browser – am Bootshaus-PC, auf dem Handy, auf dem Sofa zuhause.
Keine zu installierende Software, kein App-Store, kein "läuft das auch
auf meinem Computer?".
Hinter den Kulissen arbeitet das System mit den am weitesten verbreiteten Werkzeugen des Internets: einer einfachen Web-Programmiersprache (PHP) und einer Datenbank (MySQL). Diese Kombination steckt hinter den meisten Webseiten weltweit – auch hinter Online-Shops, Vereinsseiten, Foren. Das hat einen handfesten Vorteil: wer ein wenig programmieren kann, findet sich darin schnell zurecht. Und wer keine eigene Programmiererfahrung hat, kommt heute mit Hilfe moderner KI-Werkzeuge weit. Ihr seid nicht auf eine einzelne Person angewiesen.
Veröffentlicht ist alles unter der AGPL-3.0-Lizenz. Das bedeutet im Klartext: kostenlos nutzen, beliebig anpassen, an andere Vereine weitergeben. Die einzige Bedingung ist, dass eigene Verbesserungen ebenfalls offen geteilt werden – damit alle profitieren.
So sieht der Einstieg aus
Du willst es einfach mal ansehen? Das Repo ist so vorbereitet, dass du es in unter einer Stunde am Laufen hast:
- Webspace mit PHP 8.1+ und MySQL besorgen, falls noch nicht vorhanden.
- Den Code von GitHub runterladen und hochladen.
-
Im Repo liegt eine Datei
schema_with_demo.sql– spiel die in deine Datenbank ein. Du hast sofort zehn Demo- Mitglieder, acht Boote und dreißig Fahrten zum Ausprobieren. - Die Beispiel-Konfiguration kopieren, eigene Werte eintragen, Hauptseite aufrufen.
Du loggst dich als Demo-Mitglied ein, klickst dich durch alle Funktionen, spielst rum. Wenn dir gefällt, was du siehst, wirfst du die Demo-Daten raus und füllst es mit deinem echten Verein. Wenn nicht – auch gut, dann hast du nichts verloren.
Häufige Fragen
Im alten Programm stecken Jahre an Fahrten – gehen die verloren?
Nein. Genau das war ein zentraler Punkt: Niemand soll bei null anfangen müssen. Aus dem bisherigen Fahrtenbuch lässt sich für jede Saison ein Datenexport ziehen – dieses Jahr, das letzte, die zehn Jahre davor. Diese Dateien werden anschließend ins neue System eingespielt, und die komplette Vereinsgeschichte zieht mit um.
Übernommen werden konkret:
- Alle Fahrten – mit Datum, Strecke, Crew, Distanz. Eure Saison-Statistik startet nicht bei Null, sondern dort, wo ihr stehengeblieben seid.
- Mitglieder – inklusive Mitgliedsnummern, damit die Zuordnung sauber bleibt.
- Bootsdaten – Name, Typ, Sitzplätze, Stammplatz. Wer welches Boot wann gepaddelt hat, bleibt erhalten.
- Gewässer und Strecken – die Strecken, die ihr über die Jahre angelegt habt, müsst ihr nicht neu eingeben.
Den eigentlichen Import macht der Admin-Bereich. Du wählst die exportierten Dateien aus, das System zeigt eine Vorschau, du bestätigst – fertig. Sollten beim Export einzelne Felder nicht sauber rauskommen (das hängt von eurer bisherigen Software ab), lässt sich der Importer schnell anpassen. Bei Bedarf einfach Kontakt aufnehmen.
Mit anderen Worten: Der Umstieg ist kein Bruch, sondern ein Umzug. Eure Vereinsgeschichte bleibt vollständig erhalten.
Funktioniert das auf einem Touchscreen im Bootshaus?
Genau dafür ist es gebaut. Alle Knöpfe sind so groß, dass man sie bequem mit dem Finger trifft – auch mit nassen Händen oder Handschuhen. Es gibt nichts, was nur mit Maus funktioniert.
Lässt sich der Bootshaus-PC abschließen, damit niemand wegnavigiert?
Ja – dafür gibt es das Modul Bootshaus-Kiosk. Ein Raspberry Pi als Display, der nur das Fahrtenbuch zeigt, keine Adressleiste hat und nach Stürzen automatisch neu startet.
Was passiert, wenn der Bootshaus-PC mal kein Internet hat?
Das Fahrtenbuch läuft im Browser gegen den Webserver. Ohne Internet klappt das Eintragen nicht. Wenn euer Internet öfter mal ausfällt, lohnt sich vielleicht eine LTE-Backup-Lösung – oder ihr stellt einen kleinen Server direkt ins Bootshaus. Beide Wege sind machbar.
Wie sicher sind die Vereinsdaten?
Eure Daten liegen ausschließlich auf eurem Webspace. Passwörter werden sicher gespeichert, der Admin-Bereich ist doppelt geschützt und ein automatisches Logout nach wenigen Minuten Inaktivität greift – wichtig für einen öffentlichen Bootshaus-PC. Backups solltet ihr trotzdem regelmäßig anlegen; das ist bei jeder Software ein Muss.
Fazit
Das Fahrtenbuch ist ein Werkzeug, das auch ohne Spezialwissen im Verein zuverlässig läuft. Es soll sich anfühlen wie ein guter Werkzeugkasten: alles griffbereit, alles klar beschriftet, nichts Überflüssiges. Egal, ob ihr ein kleiner Verein mit fünfzig Mitgliedern seid oder ein großer mit fünfhundert – die Funktionen sind die gleichen, nur der Inhalt eurer Datenbank wächst mit.
Wenn dich das anspricht: Schau es dir an. Lade es runter. Probier es aus. Feedback, Pull Requests und Ideen sind jederzeit willkommen. Ein Fahrtenbuch wie dieses sollte etwas sein, das Vereine zusammen weiterentwickeln – genau dafür ist es offen gemacht.
